Geschichte

Die Anfänge
Die Schumachertradition hat in Aurland Wurzeln zurück bis in die 1880er. Englische Aristokraten verbrachten zu der Zeit ihre Sommerferien mit dem Fischen von Lachs in den Flüssen rundum Aurland und Flåm. Die "Lachslorde" benötigten gutes Schuhwerk für ihre Touren im Gebirge und mussten dies während des Urlaubs reparieren lassen. Lord Buxton der mit seiner Familie jedes Jahr nach Aurland zum Fischen kam soll im kleinen Ort den Auftrag gegeben haben, einen Schuh zu fertigen, der elegant genug war, um ihn im Hotel tragen zu können aber leicht an- und auszuziehen war - ohne Schnürsenkel.

 

Nils Tveranger und der erste Aurlandschuh
Nils Tveranger lernte das Handwerk der Schuhmacherei in den USA. Er kam als junger Mann nach Hause nach Aurland und bekam mit seiner Frau Hansine Toraldsdotter Onstad vier Kinder. Es wird sich erzählt, dass Nils Tveranger von den Mokassins des Irokesenstammes in Nordamerika inspiriert wurde. Die erste version des Aurlandschuh wurde schon i 1908 auf den Markt gebracht. Damals noch mit Schnürbändern, der Schuh wurde "Nationalschuh" genannt und viel mit der norwegischen Tracht "Bunad" benutzt. Die neuere Geschichte des Aurlandsschuh, wei wir ihn heute kenne, starten in den 1930ern.

Neues Design
Während der großen Depression in den 1930ern herrschte in Aurland Optimismus. Nils Tverangfer entwickelte den Aurland Mokassin, der dem lokalen Teseschuh sehr ähnlich war und später Aurlandschuh genannt wurde. Die Nachfrage war groß nach dem zweiten Weltkrieg, nachdem der Schuh bei Männern und Frauen in der ganzen Welt zu einem populären Modeschuh wurde. Die Schuhe wurden von Aurland unter anderem nach Großbritannien, Kanada und in die USA eksportiert und wurden sogar auf Svalbard populär. 

Harte Zeiten
Gegen das Ende der 1960er hatte die norwegische Schuhindustrie hart zu kämpfen. Der stärker werdende Wettbewerb führte dazu, dass viele Betriebe in ganz Norwegen aufgaben. Die Auswirkungen waren auch in Aurland zu spüren. Wo einstmals 19 Schuhfabriken mehr als 100 Angestellte beschäftigten, blieben nur wenige übrig. 1989 gab es nur eine einzige Familie, die - in der dritten Generation - das Schuhmacherhandwerk in Aurland weiterleben ließ. Ansgar Wangen mit seiner Ehefrau Eldbjørg und seinem Sohn Svein Odar. Die heutigen Eigentümer - ein lokales Turismusunternehmen - führen die Tradition in den Räumen der Familie Wangen seit 2008 weiter. 

Leder-  und Handwerkstradition heutzutage
Die heutigen Eigentümer - ein lokales Turismusunternehmen - führen die Tradition in den Räumen der Familie Wangen seit 2008 weiter. Der klassische Aurlandschuh wurde weiterentwickelt und unter dem Namen "Aurlands Buxton - The Original Penny Loafer" auf den Markt gebracht. Die Form des Schuhs geht mehr zurück zum Original aus den 1930ern und sieht dabei eleganter aus. Die Materialwahl war ein langer Prozess und das neue Modell hat nicht nur seine Passform geändert, sondern auch mehr Komfort durch ein wenig weicheres Leder und eine neue Sohle bekommen. Zusätzlich haben wir die Aurlands Tote Bag entwickelt und arbeiten an neuen Taschenkollektionen. Aber auch der klassische Schuh kommt immer wieder in neuem Design auf den Markt. Unser Bootschuh, der es leicht macht Backbord und Steuerbord auseinanderzuhalten ist da ein gutes Beispiel.

Wir sind ein Économusée und ihr könnt bei uns die Handwerker bei der Arbeit sehen. Von unserem Fabrikverkauf ist die Produktion nur eine Treppe entfernt. Wir bieten auch Guiding an.